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Warum nachhaltige Ernährung die Artenvielfalt schützt
Am 22. Mai ist internationaler Tag der biologischen Vielfalt – und wir stehen gleichzeitig vor einer dramatischen Herausforderung: Unsere Artenvielfalt schwindet. Besonders betroffen sind Insekten, die für intakte Ökosysteme, gesunde Böden und letztlich auch für unsere Ernährung unverzichtbar sind.
Eine aktuelle Studie der Universität Würzburg zeigt, wie gravierend sich die intensive Landwirtschaft auf die Insektenvielfalt auswirkt: Auf Agrarflächen sind bis zu 44 Prozent weniger Insektenarten anzutreffen als in naturnahen Lebensräumen. Und nicht nur die Anzahl der Arten sinkt – auch die Vielfalt der Verwandtschaftsbeziehungen unter den Arten, die sogenannte evolutionäre Diversität, ist um knapp 30 Prozent reduziert.
Diese Zahlen unterstreichen, was Umweltschutzverbände wie der NABU schon lange mahnen: Die Art der landwirtschaftlichen Nutzung entscheidet maßgeblich über das Überleben zahlreicher Arten.
Ökologische Landwirtschaft schützt Lebensräume
Im Gegensatz zur intensiven, konventionellen Landwirtschaft bietet der ökologische Landbau wichtige Rückzugsräume für Wildbienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber. Durch vielfältige Fruchtfolgen, Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und den Erhalt von Blühflächen und Hecken fördert der Ökolandbau strukturreiche Lebensräume.
Laut NABU beherbergen ökologisch bewirtschaftete Flächen im Durchschnitt eine deutlich höhere Artenvielfalt als konventionelle Flächen. Der Schutz der Insekten beginnt somit nicht erst am Rand von Feldern, sondern auch überall dort, wo wir bewusst nachhaltige Lebensmittel wählen – also auch auf unseren Tellern in den eigenen vier Wänden und überall, wo wir Außer-Haus essen wie in Kantinen, Mensen und anderen Gastronomie-Betrieben.
Haus der Kost: Ernährung als Hebel für den Artenschutz
Im Haus der Kost setzen wir genau hier an. Unser kostenloses Coaching-Programm unterstützt Küchenleitungen in Münchner Betrieben, Schulen und sozialen Einrichtungen dabei, mehr bio-regionale, saisonale und fair produzierte Lebensmittel in ihre Speisepläne zu integrieren. Eine nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung schützt nicht nur Klima und Gesundheit – sie stärkt auch die Artenvielfalt.
Gemeinsam mit unseren Partner*innen schaffen wir einen konkreten Wandel: Mit jeder Mahlzeit mit Zutaten aus ökologischer Landwirtschaft wächst die Chance, bedrohten Insekten Lebensraum zurückzugeben.
Tag der Artenvielfalt: Ein Tag zum Handeln
Der Tag der biologischen Vielfalt erinnert uns daran: Der Schutz der Artenvielfalt ist keine abstrakte Aufgabe, sondern beginnt im Alltag – auf dem Acker, in der Küche und am Mittagstisch. Eine nachhaltige Ernährung ist dabei ein zentraler Hebel, den wir gemeinsam nutzen können.
Im Haus der Kost arbeiten wir daran, diese Veränderung greifbar zu machen – Teller für Teller, Tag für Tag.
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- Kategorie: Fachinformationen