Masterclass im Haus der Kost mit Bio-Spitzenkoch Christoph Erd.

Wie Bio auch unter extremen Bedingungen gelingt

Bio dort, wo es wirklich anspruchsvoll wird

Am 22. April 2026 war Christoph Erd im Haus der Kost zu Gast und brachte eine besondere Perspektive mit. Als Küchenchef im Prinz-Luitpold-Haus in den Allgäuer Alpen kocht er auf 1846 Metern Höhe unter Bedingungen, die dem Küchenalltag einiges abverlangen: Transportwege, Energieversorgung, Lagerung und Wasser müssen dort oben jeden Tag neu mitgedacht werden. „Alles muss über die Materialseilbahn nach oben, auch wir müssen zur Hütte laufen.“

Genau das machte diese Masterclass so interessant. Christoph Erd sprach nicht abstrakt über Bio, sondern aus einem Küchenalltag heraus, in dem jeden Tag entschieden werden muss, was wirklich funktioniert. Wie kommt die Ware auf den Berg? Was bedeutet Verlässlichkeit bei Lieferbeziehungen? Und wie hält man an einem nachhaltigen Anspruch fest, wenn die Rahmenbedingungen alles andere als einfach sind?

Praxisnah, bodenständig und voller Ideen für den Küchenalltag

Wie immer stand bei der Masterclass nicht nur das Zuhören, sondern vor allem das gemeinsame Arbeiten im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden bekamen Einblicke in eine Küche, die mit einfachen Mitteln viel erreicht. Christoph Erd zeigte, wie sich mit handwerklicher Klarheit, guten Produkten und klugen Entscheidungen Gerichte entwickeln lassen, die zugleich hochwertig und umsetzbar sind.

Dabei wurde schnell klar: Gute Bio-Küche muss nicht laut oder aufwendig sein. Oft liegt ihre Stärke gerade in der Reduktion auf das, was wirklich trägt. Christoph Erd zeigte eine Form von Kochen, die aus Erfahrung kommt, sich im Alltag bewährt hat und genau deshalb so anschlussfähig für die Gemeinschaftsgastronomie ist.

Einblicke aus der Masterclass

Fotos: Nina Rühr – SINN MEDIA

Ein Nachmittag mit konkreten Impulsen für die Gemeinschaftsgastronomie

Besonders wertvoll war die Offenheit, mit der Christoph Erd über Herausforderungen sprach. Nicht alles ist immer einfach, und nicht jeder Schritt lässt sich eins zu eins übertragen. Aber genau darin lag die Stärke dieses Nachmittags: Die Masterclass zeigte, dass Veränderung nicht perfekt beginnen muss, sondern mit dem Willen, Dinge neu zu denken und Schritt für Schritt umzusetzen.

Die Masterclass zeigte, dass nachhaltige Küche nicht von Idealbedingungen abhängt. Im Gegenteil: Sie machte deutlich, dass Veränderung dort beginnt, wo Menschen bereit sind, vorhandene Spielräume klug zu nutzen und neue Wege ernsthaft auszuprobieren.

So wurde die Veranstaltung zu weit mehr als einem Kochformat. Sie war ein praktischer Impuls für alle, die nachhaltige Gemeinschaftsgastronomie in ihrer eigenen Küche voranbringen wollen.

Unsere Masterclasses im Haus der Kost

Die zweite Masterclass im Haus der Kost machte spürbar, wofür das Format steht: fachlicher Austausch, praktisches Lernen und ehrliche Einblicke in Küchen, die ihren eigenen Weg zu mehr Nachhaltigkeit konsequent gehen. Oder mit den Worten von Christoph Erd: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg für Bio!“

Wenn Sie bei einer unserer nächsten Masterclasses dabei sein wollen, melden Sie sich gleich für unseren Newsletter an.

Teilen

Weitere Artikel