Textilien zirkulär: Nähen. Teilen. Weitertragen.
Textilien sind überall: in unserer Kleidung, in Möbeln, Fahrzeugen, Gebäuden und im Alltag. Sie begleiten uns ständig und doch werden sie viel zu oft als Wegwerfprodukt behandelt. Die Textilindustrie verursacht jährlich über 1,2 Milliarden Tonnen CO₂-Emissionen, mehr als der internationale Flug- und Schiffsverkehr zusammen. Durch den Trend zu schnelllebigen Produkten – von Mode bis Heimtextilien – werden Stoffe immer kürzer genutzt und landen früh im Abfall. Die Folgen sind gravierend: Wertvolle Rohstoffe gehen verloren, die Umwelt wird belastet, und weltweite Lieferketten geraten unter Druck. In München werden pro Kopf rund 15 Kilogramm Textilien pro Jahr konsumiert, etwa 2 Kilogramm davon landen direkt im Restmüll. Spätestens mit der ab 2025 geltenden Pflicht zur Getrenntsammlung von Alttextilien wird klar: Ein grundlegendes Umdenken ist notwendig.
In der Kreislaufstadt München wird die textile Zukunft neu gedacht. Textilien werden so gestaltet, dass sie langlebig, reparierbar, wiederverwendbar und recycelbar sind. Second-Hand, Upcycling und Sharing-Modelle gehören ebenso dazu wie lokale Produktion und faire Lieferketten. Auch Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Bürger*innen übernehmen Verantwortung und halten Materialien so lange wie möglich im Kreislauf.
So entsteht ein System, das allen zugutekommt: weniger Abfall, geringere CO₂-Emissionen, neue lokale Wertschöpfung und ein bewusster Umgang mit Ressourcen. München zeigt, dass eine zirkuläre Textilwirtschaft nicht nur möglich, sondern ein Gewinn für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft ist – vielfältig, gerecht und zukunftsfähig.
Hebel für mehr Kreislaufwirtschaft
Unterstützung eines verantwortungsvolleren Konsums von Textilprodukten
Die zukünftige Kreislaufstadt München fördert nachhaltigen Textilkonsum durch gezielte Kommunikation und zukunftsfähige Angebote. Verwaltung, Bevölkerung und Betriebe sollen zunehmend ihren Umgang mit Textilien hinterfragen – beim Kauf, in der Nutzung und Entsorgung. Neue technische Lösungen und Geschäftsmodelle wie Leihen, Reparieren, Tauschen oder Weitergeben sollen ressourcenschonendes Handeln ermöglichen. So werden Textilabfälle weitgehend vermieden, verbleibende Reststoffe fließen in Sammel- und Verwertungssysteme zurück.
Entdecken Sie alle 85 Maßnahmen der Münchner Kreislaufwirtschaftsstrategie
Wie wird München zur Kreislaufstadt? Die Antwort liegt in unserer Kreislaufwirtschaftsstrategie mit ihren 85 verschiedenen Maßnahmen. Dabei wird im Textilbereich mit sieben konkreten Maßnahmen adressiert.
Wir halten Sie über unsere Fortschritte auf dem Laufenden. In der folgenden Liste sehen Sie alle Maßnahmen, die sich aktuell in Bearbeitung befinden.
Klicken Sie sich durch, um mehr über den jeweiligen Umsetzungsstand zu erfahren:
Schaffung besserer Verwertungsmöglichkeiten
Mit verschiedenen Maßnahmen will die Landeshauptstadt München die Recyclingfähigkeit und Wiederverwendung von Textilien durch technische Lösungen verbessern – mit dem Ziel, nicht nachhaltige Fasern zu reduzieren und eine nachhaltige Textilproduktion zu fördern.
Erfahren Sie mehr zu dieser Maßnahme im Blogartikel „Wie kann München seine Textilien besser verwerten?“
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