Eine Frau legt bunte Karotten in ihren Einkaufskorb

Lebensmittel zirkulär: Aus Resten wird Ressourcen

Ein Icon für Bioökonomie

Lebensmittelverschwendung gehört zu den größten globalen Herausforderungen: Weltweit landet rund ein Drittel aller produzierten Nahrungsmittel ungenutzt im Müll – das entspricht etwa 1,3 Milliarden Tonnen pro Jahr. In Deutschland gehen jährlich rund 11 Millionen Tonnen verloren, ein Großteil davon wäre vermeidbar. Auch in München fallen jedes Jahr zehntausende Tonnen ungenutzter Lebensmittel aus privaten Haushalten, Restaurants, Kantinen sowie dem Groß- und Einzelhandel an. Gerade in Zeiten des Klimawandels, der immer häufiger zu saisonaler und regionaler Wasserknappheit einerseits und zu Starkregenereignissen andererseits führt, wird deutlich, wie eng Umwelt, Ressourcenverbrauch und Ernährungssysteme miteinander verknüpft sind. Jedes weggeworfene Lebensmittel steht für verschwendetes Wasser, Energie und landwirtschaftliche Fläche.

In der Kreislaufstadt München wird zukünftig dieser Trend umgekehrt: Hier werden Lebensmittel nicht verschwendet, sondern wertgeschätzt. Durch intelligente Logistik, digitale Vernetzung und neue Kooperationen zwischen Handel, Gastronomie, Initiativen und Verbraucher*innen gelangen überschüssige Produkte dorthin, wo sie gebraucht werden – oder werden kreativ weiterverwertet. Stadtteilküchen, Sharing-Plattformen und Bildungsprogramme fördern einen bewussten Konsum und zeigen, wie Lebensmittel im Kreislauf gehalten werden können.

München setzt sich das Ziel, die Lebensmittelabfälle um 1,8 % zu reduzieren – ein wichtiger Schritt hin zu mehr Klimaschutz, Ressourcenschonung und sozialer Verantwortung. So wird weniger Essen verschwendet, CO₂-Emissionen werden gesenkt, und die Wertschätzung für unsere Nahrung wächst. München zeigt, dass Nachhaltigkeit und Genuss Hand in Hand gehen können.

Hebel für mehr Kreislaufwirtschaft

Bio-Regio-Management

Förderung einer nachhaltigeren Lebensmittelproduktion

Eine enge Verbindung zwischen städtischer Nachfrage und landwirtschaftlicher Produktion im Umland soll etabliert werden: Kurze Wege, nachhaltiger Konsum und wirtschaftliche Stabilität regionaler Bauernhöfe. Regionale, saisonale und ökologisch erzeugte Lebensmittel werden zukünftig  das Münchner Angebot dominieren und sind für alle Bevölkerungsgruppen zugänglich.

Haus der Kost - Initiativen

Beeinflussung von Konsumentscheidungen hin zu ausgewogeneren, nachhaltigeren Essgewohnheiten

Die LHM wird Menschen durch Aufklärung, gezielte Informationen und einfache Orientierungshilfen informieren, sodass diese verantwortungsvolle Kaufentscheidungen in Bezug auf ihre Ernährung treffen können.
Der ökologische und soziale Fußabdruck von Lebensmitteln wird damit transparent und nachhaltiger Konsum immer mehr zur neuen Normalität im Alltag.

Haus der Kost - Partner*innen

Vermeidung von Lebensmittelverschwendung und verbesserte Weiterverwendung

Die LHM betrachtet Lebensmittel als wertvolle Ressourcen, deren Verschwendung systematisch vermieden werden soll. Digitale Anwendungen und partnerschaftliche Kooperationen sollen  eine schnelle und effiziente Weitergabe überschüssiger Lebensmittel ermöglichen. Bildung, Transparenz und gezielte Anreize werden  einen verantwortungsvollen Umgang auf allen Ebenen fördern.

Entdecken Sie alle 85 Maßnahmen der Münchner Kreislaufwirtschaftsstrategie


Wie wird München zur Kreislaufstadt? Die Antwort liegt in unserer Kreislaufwirtschaftsstrategie mit ihren 85 verschiedenen Maßnahmen. Dabei wird im Lebensmittelbereich mit sieben konkreten Maßnahmen adressiert. 
Wir halten Sie über unsere Fortschritte auf dem Laufenden. In der folgenden Liste sehen Sie alle Maßnahmen, die sich aktuell in Bearbeitung befinden.

Klicken Sie sich durch, um mehr über den jeweiligen Umsetzungsstand zu erfahren:

Die Landeshauptstadt München möchte durch digitale Lösungen Produktionsabfälle reduzieren und „krummes“ Gemüse fördern.

Ausbau von Kooperationen zwischen Lebensmittelrettung und Vermittlungsplattformen in städtischen Kantinen.

Jetzt mehr entdecken im Kreislaufwirtschafts-Blog

Wie München lokal und auf EU-Ebene die Kreislaufwirtschaft vorantreibt

Im europäischen Städtenetzwerk „Let’s Go Circular!“ hat München nicht nur Erfahrungen geteilt, sondern auch mitgeholfen, die EU-Politik mitzugestalten. Ein Blick auf das, was dabei entstanden ist.
Mädchen steht mit der EU Flagge vor einem Riesenrad.

München gemeinsam gegen Lebensmittel­verschwendung

In München werden täglich 168 Tonnen Lebensmittel weggeworfen, 60 Tonnen davon noch genießbar – dagegen startet das Referat für Klima- und Umweltschutz das mit 10.000 Euro geförderte Projekt „Wertschätzen statt Wegwerfen“.

Lebensmittel retten statt wegwerfen

Lebensmittelverschwendung ist auch in Bayern Alltag – jedes Jahr entstehen hier rund 1,3 Millionen Tonnen vermeidbare Lebensmittelabfälle.
Frau packt ihren Gemüseeinkauf aus