Verpackungen zirkulär: Wiederbefüllen. Zurückgeben. Öfters nutzen.

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Verpackungen sind allgegenwärtig – und zugleich ein großes Umweltproblem. Einwegplastik und überflüssige Verpackungen verbrauchen wertvolle Ressourcen, Energie und verursachen erhebliche CO₂-Emissionen. In der Kreislaufstadt München wird diesem Trend entgegengewirkt: Verpackungen werden reduziert, mehrfach genutzt und durch intelligente Rücknahme- und Recyclingsysteme im Kreislauf gehalten. Produkte kommen ohne unnötigen Abfall aus, und Materialien behalten ihren Wert.
München verfolgt klare Ziele, um Verpackungen nachhaltiger zu gestalten, und ist besonders im Bereich Mehrweg Vorreiterin

Seit über 20 Jahren gilt auf städtischen Flächen ein Einweg-Verbot, und seit dem 1. Januar 2023 sorgt die bundesweite Mehrwegangebotspflicht für zusätzliche Impulse. Die Landeshauptstadt führt hierzu stichprobenartige Kontrollen durch, um die Umsetzung sicherzustellen.
Geplant ist zudem: 100 % Mehrweg in öffentlichen Kantinen und Schulen, eine Erhöhung der Mehrweg-Angebote Quartier für Quartier die Einführung eines stadtweiten Rücknahmekonzepts für Mehrweggeschirr sowie eine Kommunikationskampagne, die Bürger*innen gezielt über die Vorteile von Mehrweg informiert.
So entsteht eine Stadt, in der Verpackungen nicht mehr zur Belastung, sondern Teil eines funktionierenden Kreislaufsystems werden – ressourcenschonend, praktisch und vorbildlich für andere Städte.

Hebel für mehr Kreislaufwirtschaft

Maßnahmen aus der Münchner Kreislaufwirtschaftsstrategie

Die Stadt München plant die Einführung eines Konzepts zur Förderung von Mehrwegverpackungen durch die Implementierung eines Rücknahmesystems. Ziel ist es, die Nutzung von Mehrwegverpackungen zu stärken und den Einsatz von Einwegverpackungen zu reduzieren. Durch dieses Rücknahmesystem sollen Anreize geschaffen werden, um umweltfreundliche Verpackungsalternativen zu fördern und damit einen Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit Ressourcen zu leisten.

Die Stadt München plant die Ausweitung einer zielgruppengerechten Kommunikationskampagne, um den Mehrwert von Mehrwegverpackungen hervorzuheben. Ziel dieser Kampagne ist es, das Bewusstsein für die Vorteile von Mehrweg zu schärfen und die Nutzung entsprechender Produkte zu fördern. Durch gezielte Informationen und ansprechende Formate sollen Bürger*innen motiviert werden, auf nachhaltige Verpackungsalternativen umzusteigen und somit aktiv zum Umweltschutz beizutragen.

Die Stadt München plant die Verbesserung der Hinweissysteme für Verstöße gegen die Mehrwegangebotspflicht. Ziel ist es, klare und verständliche Informationen bereitzustellen, um die Einhaltung dieser Pflicht zu fördern. Zudem sollen die Kontrollen der unteren Abfallbehörde effizienter gestaltet werden, um die Durchsetzung der Mehrwegangebotspflicht zu gewährleisten. Durch diese Maßnahmen wird angestrebt, die Nutzung von Mehrwegverpackungen zu erhöhen und die Abfallreduzierung nachhaltig zu unterstützen.

Die Stadt München strebt an, ein Umdenken bei der Bevölkerung und den Gewerbetreibenden zu fördern, um die Ressourcenschonung durch den Einsatz von Mehrweg anstelle von Einwegverpackungen zu unterstützen. Durch gezielte Aufklärung und Sensibilisierung sollen die Vorteile von Mehrweg-Produkten hervorgehoben werden, um ein nachhaltiges Bewusstsein zu schaffen. Diese Initiative zielt darauf ab, umweltfreundliche Alternativen zu fördern und einen aktiven Beitrag zur Reduzierung von Abfall zu leisten.

Die Stadt München setzt sich zum Ziel, den Umweltschutz und die Nachhaltigkeit durch die Reduktion von Einweggeschirr zu steigern. Durch die Förderung der Nutzung von wiederverwendbaren Alternativen soll der Abfall nachhaltig reduziert werden. Die Stadtverwaltung möchte hierbei als Vorbild fungieren, indem sie selbst auf Mehrwegprodukte umsteigt und somit ein Zeichen für umweltbewusstes Handeln setzt. Diese Initiative soll Bürger*innen und Unternehmen dazu anregen, ebenfalls auf nachhaltige Lösungen umzusteigen.

Die Stadt München plant die gezielte Vermittlung bestehender Angebote des AWM, um nachhaltiges Verhalten in den Quartieren zu fördern. Durch gezielte Aktionen und Formate wird das Bewusstsein der Bevölkerung für eine saubere und grüne Gesellschaft gestärkt. Ziel ist es, die Bürger*innen zu umweltfreundlichen Praktiken zu motivieren und das Engagement für eine nachhaltige Entwicklung in den Quartieren zu erhöhen.

Die Erhebung einer Verpackungssteuer unterstützt die Reduktion von Einwegverpackungen. Ziel dieser Initiative ist es, den Abfall durch Einwegverpackungen signifikant zu verringern und umweltfreundlichere Alternativen zu fördern. Durch die Einführung dieser Steuer sollen sowohl Verbraucher*innen als auch Unternehmen angeregt werden, auf nachhaltige Verpackungsoptionen umzusteigen und somit einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

Die Stadt München plant die Nutzung des Netzwerks der Circular Economy Beratungsstelle (CEB), um Hersteller über nachhaltige Praktiken aufzuklären. Ziel ist es, die Lieferprozesse sowie den Verpackungsaufwand und -müll zu optimieren. Durch effiziente Lagerung und Transport sowie die Zusammenarbeit innerhalb des Netzwerks sollen umweltfreundliche Lösungen gefördert werden. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Ressourcennutzung zu verbessern und die Abfallmenge zu reduzieren.

Die Stadt München plant die Initiierung eines Innovationsprojekts, das neue Recycling-Technologien für Verpackungen fördern soll. Ziel ist es, Lösungen für das Recycling komplexer Materialien und die Einhaltung hygienischer Anforderungen, insbesondere bei Lebensmittelverpackungen, zu entwickeln. Durch die Erforschung neuer Technologien und Geschäftsmodelle sollen die Recyclingquoten verbessert und München als Innovationsstandort sowie als Zentrum der Recycling-Industrie gestärkt werden. Diese Initiative soll dazu beitragen, nachhaltige Praktiken im Verpackungssektor voranzutreiben und die Kreislaufwirtschaft zu fördern.

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Mehrweg statt Einweg – München geht mit gutem Beispiel voran

Einwegverpackungen gehören inzwischen fast selbstverständlich zu unserem Alltag – ob beim Kaffee to go, beim Mittagessen unterwegs oder beim schnellen