Mehrweg statt Einweg – München geht mit gutem Beispiel voran
Einwegverpackungen gehören inzwischen fast selbstverständlich zu unserem Alltag – ob beim Kaffee to go, beim Mittagessen unterwegs oder beim schnellen Einkauf. Praktisch sind sie, keine Frage. Aber: Sie verbrauchen eine Menge Rohstoffe zur Herstellung und verursachen schon nach kurzem Genuss eine Menge Abfall. Deshalb wird die Kreislaufstadt München konsequent auf Mehrweg setzen.
Ziel ist es, Einwegverpackungen deutlich zu reduzieren und stattdessen nachhaltige Alternativen zu fördern.
Einweg ist ein Riesenproblem – Mehrweg die einfache Lösung
München auf dem Weg zur Mehrwegstadt
Dafür baut die Stadt die Mehrweginfrastruktur stetig aus und informiert mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit über die Vorteile von Mehrweg – denn die Nutzung von Mehrwegangeboten liegt auch in der Hand der Bürger:innen. Außerdem gilt auf städtischen Flächen schon seit den 1990er-Jahren ein Einwegverbot bei Veranstaltungen – München war hier bundesweit eine der Vorreiterinnen. Dieses Verbot wird inzwischen Schritt für Schritt auch in städtischen Einrichtungen umgesetzt.
Neben den bestehenden Verboten arbeitet die Stadt auch daran, die bundesweite Mehrwegangebotspflicht besser umzusetzen. Ein verbessertes Hinweissystem soll dafür sorgen, dass Betriebe ihre Mehrwegangebote deutlicher kennzeichnen und Verbraucher:innen diese einfacher erkennen können.
Ein zentraler Bestandteil der städtischen Bemühungen ist die Initiative Mehrweg MUC, die vom RKU gefördert wird. Sie bietet umfassende Informationen und Beratung für Bürger:innen und Betriebe rund um das Thema Mehrweg. Außerdem geht sie direkt in die Stadtviertel, um dort mehr Mehrwegangebote zu etablieren – und so die Nutzung im Alltag noch einfacher zu machen.
Aktuell wird zudem ein Rücknahmekonzept für Mehrweggeschirr entwickelt, um die Rückgabe unkomplizierter zu gestalten und die Akzeptanz weiter zu erhöhen. Damit alle Münchner:innen wissen, wie einfach Mehrweg funktioniert, startet außerdem eine Kommunikationskampagne, die über die Vorteile informiert und praktische Tipps gibt.
Was jede:r von uns tun kann
- Eigene Behälter und Taschen mitnehmen: Beim Einkaufen oder Take-away einfach eigene Boxen oder Beutel dabeihaben – das spart jede Menge Einwegverpackungen.
- Mehrwegoption wählen
- Essen in mitgebrachten Boxen abholen: Viele Betriebe machen mit! Frag einfach nach, ob du dein Essen in deiner eigenen Dose mitnehmen kannst.
- Unverpackte Produkte, -läden und Märkte nutzen:
- Bewusst entscheiden: Jeder kleine Schritt zählt. Mit deinen Entscheidungen stärkst du nachhaltige Angebote und hilfst mit, dass Mehrweg zur Selbstverständlichkeit wird.
Münchner Angebote
Teilen
Weitere Artikel
Referenz: FEV EVA
Gemeinsam Potenziale erkennen – mit praxisnaher Beratung FEV EVA treibt als Entwicklungspartner für Zukunftstechnologien der Elektromobilität die Mobilitätswende aktiv voran. Das Unternehmen entwickelt unteranderem Hochvolt-Batterien,
Referenz: Circular Fabrics
Matchmaking für Textilabfälle Die Herstellung von Nylon ist ein enormer Energie- und Ressourcenfresser. Jedes Jahr benötigt die Produktion so viel Wasser wie ganz Deutschland. Dazu
Lebensmittel retten statt wegwerfen
Lebensmittelverschwendung ist auch in Bayern Alltag – jedes Jahr entstehen hier rund 1,3 Millionen Tonnen vermeidbare Lebensmittelabfälle.