A stylish beautiful woman holding takeaway coffee cup in both hands, one is a single use paper cup with plastic lid the other one is a reusable stainless tumbler. No straw and Zero waste concept.

Mehrweg statt Einweg – München geht mit gutem Beispiel voran

Einwegverpackungen gehören inzwischen fast selbstverständlich zu unserem Alltag – ob beim Kaffee to go, beim Mittagessen unterwegs oder beim schnellen Einkauf. Praktisch sind sie, keine Frage. Aber: Sie verbrauchen eine Menge Rohstoffe zur Herstellung und verursachen schon nach kurzem Genuss eine Menge Abfall. Deshalb wird die Kreislaufstadt München konsequent auf Mehrweg setzen.

Ziel ist es, Einwegverpackungen deutlich zu reduzieren und stattdessen nachhaltige Alternativen zu fördern.

Einweg ist ein Riesenproblem – Mehrweg die einfache Lösung

Einwegverpackungen sind ein echtes Müllproblem. Laut der Deutschen Umwelthilfe werden in Deutschland jedes Jahr rund 2,8 Milliarden Einwegbecher für Heißgetränke verbraucht. Die meisten bestehen aus schwer recycelbarem Material und landen nach einmaliger Nutzung im Müll. Der WWF berichtet, dass weltweit jedes Jahr rund 300 Millionen Tonnen Plastik produziert werden – ein großer Teil davon für Verpackungen. In München allein landen täglich rund 190.000 Kaffeebecher im Abfall, so der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM). Diese Zahlen zeigen deutlich: Einweg belastet Umwelt und Ressourcen erheblich. Deshalb setzt sich München aktiv dafür ein, die Verschwendung von Verpackungen zu verringern – mit der klaren Lösung: Mehrweg statt Einweg!

München auf dem Weg zur Mehrwegstadt

Mehrweggeschirr auf dem Tisch

Dafür baut die Stadt die Mehrweginfrastruktur stetig aus und informiert mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit über die Vorteile von Mehrweg – denn die Nutzung von Mehrwegangeboten liegt auch in der Hand der Bürger:innen. Außerdem gilt auf städtischen Flächen schon seit den 1990er-Jahren ein Einwegverbot bei Veranstaltungen – München war hier bundesweit eine der Vorreiterinnen. Dieses Verbot wird inzwischen Schritt für Schritt auch in städtischen Einrichtungen umgesetzt.

Neben den bestehenden Verboten arbeitet die Stadt auch daran, die bundesweite Mehrwegangebotspflicht besser umzusetzen. Ein verbessertes Hinweissystem soll dafür sorgen, dass Betriebe ihre Mehrwegangebote deutlicher kennzeichnen und Verbraucher:innen diese einfacher erkennen können.

Ein zentraler Bestandteil der städtischen Bemühungen ist die Initiative Mehrweg MUC, die vom RKU gefördert wird. Sie bietet umfassende Informationen und Beratung für Bürger:innen und Betriebe rund um das Thema Mehrweg. Außerdem geht sie direkt in die Stadtviertel, um dort mehr Mehrwegangebote zu etablieren – und so die Nutzung im Alltag noch einfacher zu machen.

Aktuell wird zudem ein Rücknahmekonzept für Mehrweggeschirr entwickelt, um die Rückgabe unkomplizierter zu gestalten und die Akzeptanz weiter zu erhöhen. Damit alle Münchner:innen wissen, wie einfach Mehrweg funktioniert, startet außerdem eine Kommunikationskampagne, die über die Vorteile informiert und praktische Tipps gibt.

Was jede:r von uns tun kann

  • Eigene Behälter und Taschen mitnehmen: Beim Einkaufen oder Take-away einfach eigene Boxen oder Beutel dabeihaben – das spart jede Menge Einwegverpackungen.
  • Mehrwegoption wählen
  • Essen in mitgebrachten Boxen abholen: Viele Betriebe machen mit! Frag einfach nach, ob du dein Essen in deiner eigenen Dose mitnehmen kannst.
  • Unverpackte Produkte, -läden und Märkte nutzen:
  • Bewusst entscheiden: Jeder kleine Schritt zählt. Mit deinen Entscheidungen stärkst du nachhaltige Angebote und hilfst mit, dass Mehrweg zur Selbstverständlichkeit wird.

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