Quartier Südliches Schlossrondell

In der kommunalen Wärmeplanung ist die zukünftige Wärmeversorgung in einigen Gebieten Münchens noch unklar. Diese Gebiete werden im Wärmeplan als Prüfgebiete bezeichnet. In ihnen existiert derzeit nur für weniger als 80% der Gebäude eine einheitliche Lösung. Zu den Prüfgebieten gehören auch einige Baublöcke in Nymphenburg, darunter das sogenannte Prüfgebiet „Quartier Südliches Schlossrondell“.

Im Projekt Energie-ViP (Versorgungsoptionen in Prüfgebieten) werden aktuell die lokalen Gegebenheiten detailliert betrachtet, um zukünftig auch hier eine nachhaltige und sichere Wärmeversorgung abbilden zu können. Im Rahmen des Projektes wird ein strategisches Energiekonzept erstellt.

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Informationen zum Quartier


Das Prüfgebiet Südliches Schlossrondell befindet sich in Nymphenburg und umfasst sechs zusammenhängende Baublöcke. Dort leben ca. 2.000 Menschen.

Das innenstadtnahe Quartier weist dafür typische Strukturen auf. Die Gebäude stehen zu einem hohen Anteil unter Denkmalschutz. Neben einer Grundschule befindet sich dort auch das Krankenhaus Barmherzige Brüder. Die Wohngebäude sind vorwiegend zwei- bis viergeschossig und meist unsaniert.

Aktuell basiert die Wärmeversorgung der Gebäude überwiegend auf Erdgas. Analysen haben ergeben, dass sich heute 30% der Gebäude mit einer Wärmepumpe versorgen könnten. Selbst nach einer energetischen Sanierung wäre die Technologie nur bei 55% der Gebäude einsetzbar.

Aufgrund dieser schwierigen Ausgangssituation wurde das Quartier Südliches Schlossrondell in das Projekt EnergieViP aufgenommen.

Der Wärmeplan der Stadt München weist für die meisten Gebiete Münchens einen lokal angepassten strategischen Leitfaden für eine ökologisch und wirtschaftlich nachhaltige Wärmeversorgung aus.

Für die sogenannten Prüfgebiete, darunter das Quartier Südliches Schlossrondell in Nymphenburg, wurde ein Bedarf an tiefergehenden Konzepten und Planungen zur geeigneten Wärmeversorgung festgestellt. Hier ist mit der bisherigen Methodik des Wärmeplans derzeit keine klare Wärmeversorgungsstrategie vorhanden.

Deshalb startet das Referat für Klima- und Umweltschutz eine gesonderte Untersuchung und tritt dafür in den Austausch mit verschiedenen lokalen Akteur*innen.

Ziel ist es

  • Wärmequellen und –senken zu analysieren
  • Technologien und Versorgungsoptionen zu prüfen, zu vergleichen und zu bewerten
  • anschließenden Schritte zur Umsetzung aufzuzeigen

Bei Fragen und Rückmeldungen kontaktieren Sie bitte das Team der Kommunalen Wärmeplanung im Referat für Klima- und Umweltschutz, waermeplanung.rku@muenchen.de

Veranstaltungen im Quartier

Für die Planung der Wärmeversorgung im Quartier Südliches Schlossrondell ist der Austausch mit lokalen Akteur*innen essenziell, da sie ihr Quartier am besten kennen. Aus diesem Grund veranstaltete das Referat für Klima- und Umweltschutz 2025 zwei Workshops, bei denen die Akteur*innen des Quartiers zur Beteiligung eingeladen waren.

Nachlese vergangener Veranstaltungen

Am 28. November  2025 fanden sich Anwohnende, Eigentümer*innen und Vertreter*innen von ansässigen Unternehmen und lokalen Klimainitiativen zum Dialog zusammen, um über die Projektergebnisse für Energieversorgungskonzepte im Prüfgebiet „Südliches Schlossrondell zu sprechen.

Der Vortrag begann mit einer Rückschau auf das Projekt und den vorangegangenen Entwicklungsdialog, der im Sommer 2025 stattgefunden hatte. Daraufhin folgte ein Überblick über Herausforderungen und Möglichkeiten von Sanierung und Heizungstausch im Denkmal- bzw. Ensembleschutz. 

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die verschiedenen Lösungsoptionen vor, die zur Wärmeversorgung im Prüfgebiet Südliches Schlossrondell geeignet sein könnten. Die meisten davon waren dezentral, d. h. es sind Lösungen, die jeweils ein einzelnes Gebäude mit Wärme versorgen: Luft-Wärmepumpen (mit Außengerät, als Kaskade, oder dachintegriert), PVT-Wärmepumpen, Grundwasserwärmepumpen, sowie Pelletkessel. Für den Großteil aller Gebäude ergab sich eine Versorgungsmöglichkeit mithilfe einer Wärmepumpe. Zusätzlich wäre ein Nahwärmenetz mit einer Großwärmepumpe an einem Abwasserkanal möglich, das ca. 30% der Gebäude im Prüfgebiet versorgen könnte. Der Referent erläuterte die Vor- und Nachteile dieser Lösungen und stellte einen Vergleich der CO2-Emissionen sowie der Kosten der Lösungsoptionen dar.

Im Anschluss an konnten sich die Teilnehmenden an Thementischen zu den Projektergebnissen, zu Luft- und Grundwasserwärmepumpen und zum Aufbau von Nahwärmenetzen individuell informieren.

Am 23. Juli 2025 fand im Maria-Ward-Gymnasium der Workshop „Energie-VIP – Energiedialog im Quartier Südliches Schlossrondell“ statt.

Ziel des Workshops war es, den lokalen Akteuren Einblicke in mögliche Optionen zur Wärmeversorgung in ihrem Quartier zu geben und gemeinsam zu diskutieren, wie die weitere Planung und Energieversorgung aussehen könnte.

Dazu kamen Anwohnende, Wohnungswirtschaft, ansässige Organisationen und andere Akteure zusammen, um Möglichkeiten für die zukünftige Wärmeversorgung am und in der Nähe des Südlichen Schlossrondells zu diskutieren.  

Auf Basis der bisherigen Potenzialanalysen kämen unterschiedliche Arten der Wärmeversorgung für dieses Gebiet in Frage. Ein Fachreferent vom IREES stellte diese Lösungsoptionen und ihre Vor- und Nachteile vor. Die Teilnehmenden erörterten die Optionen und tauschten sich insbesondere darüber aus, welche Vorschläge für die Anwohnenden und Organisationen im Quartier akzeptabel sein könnten. 

Das Gebiet rund um das Südliche Schlossrondell ist durch eine Mischung aus Wohngebäuden und z. T. großen Nichtwohngebäuden mit hohen Wärmebedarfen (z. B. Schloss, Krankenhaus) geprägt. Durch diese unterschiedlichen Anforderungen werden voraussichtlich mehrere Lösungen zur Wärmeversorgung des Gebiets kombiniert werden. Dementsprechend waren sowohl dezentrale Lösungen pro Gebäude als auch Netzlösungen mit zentraler Wärmeerzeugung beliebt, je nach Wärmequelle. Beim Vergleich der Lösungen legten die Teilnehmenden besonderen Wert auf die Kosten und die Treibhausgasemissionen der unterschiedlichen Optionen.